Handlung

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Handlung

Briefe wegen eilt Roxane mitten ins Heereslager zu ihrem Mann, dem sie nun gesteht, ihn nicht mehr wegen seiner „äußeren Hülle“ zu lieben, sondern wegen der Schönheit seiner Seele. Christian ist entsetzt, weiß er doch, dass es nicht sein eigenes Wesen ist, das Roxane betört hat. Er will jetzt die Entscheidung erzwingen. Doch kurz bevor Cyrano der gemeinsam Geliebten den wahren Urheber der Briefe entdecken kann, trifft die Todesmeldung ein: Christian
ist gefallen und Cyrano schweigt, um der trauernden Roxane das Andenken an den perfekten Liebeshelden zu erhalten. Erst 14 Jahre später entdeckt Roxane, die sich in ein Kloster zurückgezogen hat, die Wahrheit. Zu spät: Cyrano, von einem herabstürzenden Dachbalken schwer verwundet, stirbt in ihren Armen.


Das Stück

Ein triumphaler Erfolg war die Uraufführung der romantischen Komödie von Edmond Rostand 1897 in Paris. Seitdem ist „Cyrano von Bergerac“ das meistgespielte Theaterstück in Frankreich. Anfang der Neunziger gab es eine Verfilmung mit Gérard Depardieu in der Hauptrolle. Cyrano de Bergerac – eigentlich ein 30 Personenstück – wird hier in einer Version für 3 Schauspieler mit minimalen Mitteln dargeboten. Eine Kiste, einen kleinen Podest, eine handvoll Requisiten, Licht, mehr braucht es nicht. Die Inszenierung erfährt seine Modernisierung und entfaltet seine Kraft durch die Öffnung der vierten Wand, die direkte Ansprache des Publikums, den schnellen und unvorhersehbaren Wechsel von mimetischem Spiel und epischem Erzählen und der absoluten Reduktion der Geschichte auf seinen zentralen Wendepunkt. Formal betrachtet beginnt die Inszenierung in einer Komödie und endet in der Tragödie. Und was bisher in allen Aufführungen eingetreten ist: Ein tief berührtes Publikum.


Personen

Cyrano: Cem-Ali Gültekin
Christian, Graf de Guiche, Le Bret, Ragueneau: Oliver Schulz
Roxane, Duenna: Sina Morcinek

Regie: Michael Bandt
Fotos: Christoph Mannhardt